Praxisorientierte Planung und Einrichtung einer komplexen Großbaustelle

Westportal Albvorlandtunnel in Wendlingen

Im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm wird der Stuttgarter Bahnknoten neu geordnet. Zusammen mit der rund 60 km langen Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sollen somit die Infrastruktur und der Bahnverkehr innerhalb Baden-Württembergs deutlich verbessert und zugleich eine schnelle und komfortable Verbindung über die Schwäbische Alb geschaffen werden. Die Implenia Construction GmbH wurde mit dem Bau des Streckenabschnitts Albvorlandtunnel betraut. Der Eisenbahntunnel besteht aus zwei rund 8 km langen Tunnelröhren mit einem Durchmesser von 11 m und bildet den größten, im Untergrund geführten Abschnitt der gesamten Neubaustrecke.

Julius Berger International übernahm im Auftrag der Implenia Construction GmbH die Ausführungs- und Erschließungsplanung der Baustelleneinrichtung für das südlich der BAB A8 gelegene Tunnelportal West. Auf einer etwa 8 ha großen Fläche befinden sich während der Bauzeit des Tunnels diverse Bürogebäude, Baustraßen und Lagerflächen. Verschiedene Zwangspunkte wie beispielsweise die Zufahrt von der Baustelleneinrichtung zum eigentlichen Tunnelvortrieb mit Sonderfahrzeugen und der Transport der Tübbinge mussten berücksichtigt werden. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit den Behörden und der Bauleitung vor Ort. Zur Optimierung der Ausführung wurden Maschinendaten für die Erdbauflächen sowie digitale Vermessungsdaten geliefert.

Während der Bauzeit erfolgt die Andienung der Baustelle weitgehend über die A8 aus Richtung Westen. Hierfür übernahmen unsere Infrastrukturexperten die Genehmigungs- und Ausführungsplanung für eine 600 m lange temporäre Abfahrt von der A8 einschließlich einer zusätzlichen Fahrspur, die unter der bestehenden Brücke einer Landstraße und innerhalb eines Trinkwasserschutzgebiets verläuft. Bei der Entwässerungsplanung der genannten Abfahrt mussten die besonderen Bedingungen des Trinkwasserschutzgebietes ebenso berücksichtigt werden wie die Anforderungen der Baustelle bezüglich Aufstellflächen von Baugeräten oder Arbeitsflächen.

Ebenfalls wurde Julius Berger International mit der Genehmigungs- und Ausführungsplanung einer 1,2 km langen Baustellenzufahrt für die östliche Andienung der Tunnelbaustelle beauftragt. Dies beinhaltete die regelkonforme Anbindung an eine Bundesstraße sowie eine 5-spurige Baustellenein- und ausfahrt mit einem kleinen Empfangsgebäude und stationären Wiegebrücken. Da erheblicher Baustellenverkehr zu erwarten war, wurde die Querung des landwirtschaftlichen Verkehrs planfrei gestaltet, um einen störungsfreien Verkehrsfluss zu gewährleisten. Diverse kleinere Querungsbauwerke und ökologische Aspekte wie der Bestand von Eidechsen waren in die Planung mit einzubeziehen.

Durch die enge Kommunikation mit den Beteiligten und eine kurzfristige Umsetzung der Baustellenwünsche hat Julius Berger International einen maßgeblichen Beitrag zu einer reibungslosen Errichtung der Baustelleneinrichtung geleistet.

8 ha

Baustelleneinrichtung

1.800 m

Erschließungsstraßen

600 m

Anschluss Baustelleneinrichtung West

1.200 m

Zufahrt Baustelleneinrichtung Ost

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